Rosneft steigerte seinen Durchsatz in den deutschen Raffinerien und erhöhte in 2016 die Rohöllieferungen nach Deutschland
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Igor Setschin nahm während seines Arbeitsbesuchs in Deutschland an der Eröffnung der Rosneft-Tochter teil

Office opening Rosneft Deutschland

Rosnefts Chief Executive Officer Igor Setschin führte während seines Arbeitsbesuches in Deutschland eine Reihe von Gesprächen mit Vertretern der Geschäftswelt des Landes und nahm an der Eröffnung von Rosneft Deutschland GmbH, einer Rosneft-Tochter in Berlin, teil.


Rosnefts Chief Executive Officer traf während seines Besuchs in Deutschland die deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries. Igor Setschin informierte Brigitte Zypries über die Aktivitäten des Unternehmens in Deutschland. Während des Meetings erörterten die Parteien die Perspektiven für den Ausbau der Geschäfte von Rosneft als ein unabhängiger Akteur auf dem deutschen Energiemarkt.

Igor Setschin führte ferner ein Gespräch mit Gerhard Schröder, dem Vorsitzenden des Aktionärsausschusses der Nord Stream AG, und Matthias Warnig, Geschäftsführer der Nord Stream AG und Mitglied des Aufsichtsrats von Rosneft. Im Verlauf dieser Gespräche wurden die Steigerung der Effizienz des operativen Geschäfts von Rosneft in Deutschland und die Stärkung der Kooperation mit den deutschen Partnern der Gesellschaft erörtert.

Der Vorstandsvorsitzende von Rosneft erörterte die Produktionsaktivitäten mit den Geschäftsführern von drei Raffinerien in Deutschland, an denen Rosneft Anteile hält: PCK, Miro und Bayernoil.

Während des Besuchs traf sich Igor Setschin ebenfalls mit Michael Harms, dem Geschäftsführer des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft. Die Gesprächspartner stimmten darüber ein, dass Rosnefts Beitrag zur deutschen Energieindustrie die Effizienz seiner Aktivitäten steigern und die Position des Unternehmens in den Produktmärkten, einschließlich Zentral- und Osteuropa, stärken und erweitern wird.

Vertreter des RN Managements und der deutschen Wirtschaft, Direktoren der Raffinerien PCK, Bayernoil und MiRO sowie Journalisten nahmen an dem Abendempfang anlässlich der Gründung von Rosneft Deutschland GmbH in Berlin teil. In seiner Rede auf dem Empfang  sagte Igor Setschin unter anderem: „In den letzten sieben Jahren haben wir 132 mtoe im Wert von über 75 Mrd. EUR nach Deutschland geliefert, dies entspricht einem Viertel der Ölimporte des Landes. Heute halten wir Anteile an drei großen Ölraffinerien und bieten 5000 Arbeitsplätze in unseren Unternehmen innerhalb des Landes“,

Rosneft erhöhte die Öllieferungen nach Deutschland von 12.9 mtoe in 2012 auf 22.5 mtoe in 2016. In 2016 erhöhte sich das Volumen des in den Raffinerien in Deutschland verarbeiteten Öls um 17,8% auf 12.7 mtoe. Die Gesellschaft erzeugte 13.7 Mio. Tonnen Ölprodukte, davon waren 80% leichte Öle. Diese Zahlen sind ein Nachweis der hohen operativen Performance und der bemerkenswerten Leistung der technologischen Geräte der Raffinerieanlagen. „Rosneft wird innerhalb der nächsten fünf Jahre insgesamt 600 Mio. EUR aufwenden für die Modernisierung seiner deutschen Raffinerien, wovon 300 Mio. EUR bereits zugeordnet sind“, sagte Igor Setschin. „Nun wird eine Rosneft-Tochter in Deutschland ihren Sitz haben“, fügte er hinzu. „Wir erweitern unsere Geschäfte, einschließlich der Lieferung von Erdölprodukten an deutschen Konsumenten über Liefernetzwerke, Bunkerung und Flugbenzin.“

Rosneft kooperiert darüber hinaus mit deutschen Unternehmen auf verschiedenen Gebieten, beispielsweise Kauf von Geräten, Fahrzeugen, Katalysatoren, Komponenten und Additiven für die Erzeugung von Benzin und Dieselkraftstoff und die Erbringung von Ölfeld-Services.

Abschließend wies der Vorstandsvorsitzende von Rosneft darauf hin, dass das Ölraffineriegeschäft in Deutschland strategisch gesehen richtungsweisend für den Fortschritt der Gesellschaft ist. „Es scheint mir so, dass wir uns nach sechsjähriger Arbeit auf diesem Sektor als ein zuverlässiger und berechenbarer Partner mit einer langfristigen Vision hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens erwiesen haben“.

Michael Harms, Geschäftsführer des Ostauschusses der Deutschen Wirtschaft, erkennt in der Aufnahme der Geschäftstätigkeit der Rosneft Deutschland GmbH im deutschen Markt ein gutes Signal für die deutsche Wirtschaft. „Die Ausweitung des Geschäfts von Rosneft ist ein Beweis des kontinuierlichen Interesses russischer Ölunternehmen am europäischen Markt“, meinte Harms und fügte hinzu, dass die nun seit über 40 Jahren bestehende Zusammenarbeit zur Sicherstellung der Energieversorgung in Deutschland beiträgt.

 

Anmerkungen für die Redakteure:

Rosneft ist die drittgrößte Raffineriegesellschaft im deutschen Markt mit einer Gesamtdurchsatzleistung von ca. 12.5 Mio.Tonnen jährlich, dies entspricht über 12% der Gesamtraffineriekapazität von Deutschland. Das durchschnittliche Rohölkonversionsverhältnis in den Anlagen der Gesellschaft beträgt 93%, der durchschnittliche Nelson-Index 9.1. Die operativen Aktivitäten werden von der Tochtergesellschaft Rosneft Deutschland GmbH durchgeführt, die die Verkäufe von Erdölprodukten und die Lieferungen von Rohmaterialien an die im Besitz von Rosneft befindlichen Raffinerien – Raffinerie GmbH RGC, MiRO-Raffinerie, Bayernoil-Raffinerie – verwaltet.